Pixii ist der Projektleiter von B-READY, einem groß angelegten Forschungs- und Innovationsprojekt, das sich auf Energiespeicherung und künstliche Intelligenz konzentriert. Das Projekt wurde mit bis zu 76 Mio. NOK (ca. 6,5 Mio. EUR) aus öffentlichen Mitteln im Rahmen des nationalen norwegischen Programms Green Platform gefördert, das vom Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei unterstützt wird.
B-READY wird Batteriespeichersysteme der nächsten Generation entwickeln und testen, um die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes zu stärken und die Notwendigkeit eines kostspieligen Netzausbaus zu verringern. Das Projekt schätzt, dass eine intelligentere Nutzung dezentraler Batteriesysteme die geplanten Netzinvestitionen bis 2030 um bis zu 8,5 Mrd. NOK reduzieren könnte, was etwa 5 % der für dieses Jahrzehnt in Norwegen geplanten Netzinvestitionen entspricht.
Obwohl B-READY seinen Sitz in Norwegen hat, sind die Herausforderungen, denen sich B-READY widmet, global: Beschleunigung der Elektrifizierung, steigender Anteil variabler erneuerbarer Energien und wachsender Druck auf die bestehende Netzinfrastruktur.
Das Projekt verfolgt einen Ansatz zur Energiespeicherung auf Systemebene, bei dem Batterien als aktiver Teil des Stromsystems eingesetzt werden – nicht nur zur Speicherung von Energie, sondern auch zur Unterstützung von Flexibilität, Stabilität und Bereitschaft.

„Dezentrale Batteriesysteme sind wie Tentakel im Stromnetz. Sie können viel mehr als nur Energie speichern – sie können sicherstellen, dass Energie dort verfügbar ist, wo und wann sie gebraucht wird. Dieses Projekt wird Batteriesysteme intelligenter machen und sowohl eine stärkere Elektrifizierung als auch eine bessere Vorbereitung ermöglichen. Das reduziert die Systemkosten und unterstützt gleichzeitig die industrielle Entwicklung und den Export.“
Ole Jakob Sørdalen, Chief Innovation Officer bei Pixii und Projekteigner von B-READY.
B-READY wird Batteriesysteme entwickeln, die sich über die Netzinfrastruktur, Stromerzeugungsanlagen und mobile Energieressourcen wie Elektrobusse hinweg koordinieren können, so dass die verfügbare Batteriekapazität orchestriert werden kann, wenn das Stromsystem unter Stress steht.
Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts ist es, Batteriesysteme in die Lage zu versetzen, im Inselbetrieb zu arbeiten, d.h. sie können bei Bedarf unabhängig vom Hauptnetz Strom liefern. Diese Fähigkeit ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Stromversorgung bei Netzausfällen, extremen Ereignissen oder in geografisch isolierten Gebieten.
Durch die Kombination fortschrittlicher Kontrollsysteme mit künstlicher Intelligenz wird das Projekt stabile Übergänge zwischen dem normalen Netzbetrieb und dem Notbetrieb sicherstellen – selbst in Szenarien mit eingeschränkter Kommunikation oder dem Verlust der Cloud-Konnektivität.
Um sicherzustellen, dass die Lösungen robust und skalierbar sind, kombiniert B-READY Forschung, Labortests und Demonstrationen in realen Umgebungen. Batteriesysteme und Kontrollstrategien werden in Umgebungen wie Solarparks, Ladeinfrastruktur, Energiestationen und industriellen Backup-Installationen sowohl unter normalen Betriebsbedingungen als auch in Bereitschaftsszenarien validiert.
B-READY bringt Partner aus der Industrie, der Forschung, den Netzbetreibern und der Mobilität zusammen und spiegelt die Komplexität moderner Energiesysteme und die Notwendigkeit einer sektorübergreifenden Zusammenarbeit wider.
Pixii, Upkip, Kongsberg Digital, SINTEF Energy, SINTEF Digital, Chargitect, Tide, Endra, Fagne, Glitre Nett, Statnett, Sustainable Energy und The Norwegian Smartgrid Centre.