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Wie Stadtwerke Batteriespeicher nutzen, um neue Erlöse zu erschließen – und ihre Netze zu stärken

Batteriespeicher sind für Stadtwerke längst kein Zukunftsthema mehr. Sie werden bereits heute eingesetzt, um zusätzliche Erlöse zu generieren, Netze zu stabilisieren und die lokale Energieversorgung robuster aufzustellen.

In Hünfeld hat ein Stadtwerk ein Batteriespeichersystem mit 6,5 MW / 21 MWh installiert, das heute:

Dabei handelt es sich nicht um ein theoretisches Konzept, sondern um ein System im laufenden Betrieb.

Im Folgenden zeigen wir, wo die wirtschaftlichen Potenziale liegen, was aktuelle Marktdaten belegen, wie solche Systeme in der Praxis eingesetzt werden und welche Aspekte bei der Umsetzung relevant sind.

Lassen Sie uns sprechen

Konja Wick, Sales Director DACH & Benelux, zeigt Ihnen im Gespräch die Vorteile des Projekts auf.


Wirtschaftliche und operative Potentiale eines Batteriespeichersystems

Batteriespeichersysteme entfalten ihren wirtschaftlichen Wert nicht durch eine einzelne Erlösstrategie, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer komplementärer Geschäftsmodelle. 

Moderne Speicher ermöglichen es, Arbitrage, Regelenergie, Peak Shaving oder Engpassmanagement parallel oder flexibel nacheinander zu nutzen. Studien zeigen, dass genau diese Multifunktionalität der entscheidende Vorteil von BESS gegenüber anderen Flexibilitätsoptionen ist: Sie können am Strommarkt agieren, lokale Netzkosten reduzieren und gleichzeitig Systemdienstleistungen bereitstellen. 

Frontier Economics nennt BESS deshalb ausdrücklich eine Technologie, die „unterschiedliche Produkte am Markt anbieten“ und dadurch vielfältige Wertbeiträge generieren kann. 

Arbitrage am Stromgroßhandel 

Arbitrage beschreibt den gezielten Kauf von Strom zu Zeiten niedriger Preise und den Verkauf bei hohen Preisen. Da der Anteil erneuerbarer Energien die Volatilität an den Strommärkten erhöht, steigen die Arbitragechancen signifikant. Frontier Economics weist darauf hin, dass Batteriespeicher ihre Flexibilität im Großhandel optimal nutzen können, indem sie Energie in Niedrigpreisphasen aufnehmen und in Hochpreisphasen abgeben, was nicht nur Erlöse generiert, sondern auch Preisrisiken reduziert.1 

1 Vgl. Frontier Economics, 2023, Wert von Großbatteriespeichern in deutschen Stromsystem, Frontier Economics Limited 

Bereitstellung von Primärregelleistung 

Aufgrund ihrer schnellen Reaktionszeit eignen sich Batteriespeicher hervorragend für die Bereitstellung von Primärregelleistung. Sie können innerhalb von Sekundenbruchteilen Frequenzabweichungen ausgleichen und erhalten dafür eine marktbasierte Vergütung. Technische Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Lithium-Ionen-Speicher für diesen Einsatzfall hervorragend geeignet sind, da sie eine hohe Zyklenfestigkeit und Dynamik aufweisen.2 

2 Vgl. M. Naumann, 2018, Techno-economic evaluation of stationary battery energy storage systems with special consideration of aging, Technische Universität München 

Peak-Shaving und Netzentgeltreduktion 

Durch das Kappen von Lastspitzen lassen sich Leistungspreise und Netzentgelte der vorgelagerten Netzbetreiber signifikant reduzieren. Industrielle Verbraucher nutzen BESS zunehmend genau dafür, doch auch für Stadtwerke entstehen große wirtschaftliche Vorteile: Ein Speicher reduziert die vertraglich relevante maximale Last und senkt damit wiederkehrende Fixkosten. Gleichzeitig wird das lokale Netz entlastet, was weitere operative Vorteile mit sich bringt.3 

3 Vgl. D. Ermitsch, Dr. H. Simon, A. Kirch, 2025, Batteriespeicher: Der Schlüssel zur Energiewende?, www.ey.com 

Minimierung von Redispatch-Kosten 

Mit zunehmender Einspeisung erneuerbarer Energien nehmen Redispatch-Maßnahmen deutlich zu – sie sind kostenintensiv und belasten Netzbetreiber. Batteriespeicher können lokal Energie aufnehmen oder abgeben und so Redispatch-Eingriffe reduzieren. Dadurch sinken sowohl die betrieblichen Kosten der Netzbetreiber als auch die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten des Energiesystems.4

4 Vgl. D. Ermitsch, et al, 2025 

Engpass- & Bilanzkreismanagement 

BESS können Netzengpässe entschärfen, indem sie Spitzenlasten lokal abfedern oder Einspeisespitzen aus erneuerbaren Energien zwischenpuffern. Dies reduziert die Notwendigkeit eines kostenintensiven Netzausbaus und stärkt die Stabilität des Netzes insgesamt. Durch ihre hohe Flexibilität können Speicher gezielt dort eingesetzt werden, wo lokal Engpässe auftreten – ein Vorteil, der mit alternativen Technologien nur schwer erreichbar ist.5 

5 Vgl. Frontier Economics, 2023 

Darüber hinaus leisten Batteriespeicher einen wichtigen Beitrag zum Bilanzkreismanagement. Ihre schnelle Reaktionsfähigkeit ermöglicht es, Prognosefehler zwischen erwarteter und tatsächlicher Erzeugung oder Last nahezu in Echtzeit auszugleichen. Dadurch sinken die Abweichungen im Bilanzkreis, was wiederum die Ausgleichsenergiekosten reduziert und die wirtschaftliche Stabilität des Energieversorgers verbessert. Besonders für Stadtwerke mit heterogenen Erzeugungs- und Verbrauchsstrukturen bietet ein BESS somit die Möglichkeit, Bilanzkreise zu glätten, Prognoserisiken zu minimieren und die Gesamtwirtschaftlichkeit ihrer Portfolios zu steigern. 

Co-Location-Erlöse 

Werden Batteriespeicher gemeinsam mit PV- oder Windanlagen betrieben, entstehen zusätzliche Einnahmequellen: weniger Abregelung, höhere Vermarktungsquoten, verbesserter Eigenverbrauch und optimierte Nutzung der Erzeugungsleistung. Speicher steigern die wirtschaftliche Effizienz von erneuerbaren Energieanlagen erheblich, da sie Erzeugungsspitzen zeitlich verschieben und somit besser vermarktbar machen. 

Auch im Umfeld von EV-Ladestationen schaffen integrierte BESS zusätzliche Wirtschaftlichkeit: Sie reduzieren Anschlussleistungen, verhindern kostspielige Lastspitzen, ermöglichen höhere Ladeleistungen und senken Netzentgelte. Gleichzeitig können solche Standorte als Bausteine eines größeren virtuellen Speicherkraftwerks fungieren und durch ihre Verbindung in ein intelligentes Netz zusätzliche Marktwerte erschließen.6 

6 Vgl. D. Ermitsch, et al, 2025 

Dezentraler Einsatz und digitale Vernetzung 

Neben zentralen Großspeichern gewinnen dezentral installierte Batteriesysteme zunehmend an Bedeutung. Insbesondere der Einsatz an Ortsnetztransformatoren, in Niederspannungsnetzen oder an Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge eröffnet zusätzliche wirtschaftliche und netztechnische Vorteile. Durch die Installation direkt im Verteilnetz können Speicher lokale Spannungshaltung verbessern, Rückspeisungen aus Photovoltaikanlagen abfedern und Engpässe auf der Niederspannungsseite vermeiden. Dies reduziert nicht nur Netzverstärkungsmaßnahmen, sondern steigert auch die Aufnahmefähigkeit für erneuerbare Energien in den Verteilnetzen.7

7 Vgl. J. Weniger et al., 2015, Schnelle Energiewende durch dezentrale Stromspeicher: Potenzial der Eigenversorgung und Netzentlastung durch PV-Batteriesysteme, Österreichische PVA-Speichertagung – Sonnenstrom auf Vorrat 

Besonders wirkungsvoll wird dieser Ansatz, wenn mehrere dezentrale Speicher digital vernetzt werden. Durch ein gemeinsames Energiemanagement lassen sich die Systeme wie ein virtuelles Gesamtsystem steuern. So können lokal verteilte Speicher gemeinsam Aufgaben übernehmen, die bisher nur großen zentralen Anlagen vorbehalten waren – etwa die Bereitstellung von Regelleistung, netzdienliche Lastverschiebung oder koordiniertes Peak Shaving über gesamte Netzabschnitte hinweg. Die digitale Vernetzung ermöglicht dabei die optimale Nutzung der Kapazitäten, indem Lasten, Ladezustände und Netzparameter in Echtzeit koordiniert werden.8,9

8 Vgl. D. Spinella, et al., 2024, Erfolgreiches Management von Batteriespeicher-Deals im deutschen Markt, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 9 Vgl. B. Scholtka et al., 2025, Batteriespeicher: Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Netzintegration?, www.pv-magazine.de

Regulatorische Vorteile und volkswirtschaftlicher Nutzen 

Der regulatorische Rahmen entwickelt sich zunehmend zugunsten von Speichern. Neue Marktmechanismen wie ein geplanter Kapazitätsmarkt, Netzentgeltbefreiungen für bestimmte Betriebsweisen oder Förderinstrumente erhöhen die Attraktivität der Investition. Gleichzeitig zeigen gesamtwirtschaftliche Analysen, dass der Nutzen von BESS deutlich über den rein betriebswirtschaftlichen Erlösen liegt: Sie reduzieren Systemkosten, unterstützen die Integration erneuerbarer Energien und tragen entscheidend zur Versorgungssicherheit bei.10 

10 Vgl. K. Salomon, M. Grubb, 2025, Appraising the Economic Value of Battery Energy Storage: Moving Beyond Static Cost-Benefit Analysis, UCL ISR’s Centre for Net Zero Market Design

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Konja Wick, Sales Director DACH & Benelux, zeigt Ihnen im Gespräch die Vorteile des Projekts auf.


Datenlage in Europa 

Die wirtschaftliche Bewertung von Batteriespeichersystemen in Europa hat sich in den letzten Jahren deutlich professionalisiert. Während frühe Marktanalysen noch von begrenzten Installationszahlen und unsicheren Ertragsmodellen geprägt waren, steht heute eine zunehmend belastbare Datenbasis zur Verfügung. Europaweit entstehen detaillierte Auswertungen zu Erlösen, Betriebsstrategien und Marktmechanismen – sowohl für stand-alone Speicher als auch für hybride Anlagen. Insbesondere spezialisierte Analysen zu Day-Ahead-, Intraday- und Regelenergiemärkten ermöglichen inzwischen eine realistische Einschätzung der Ertragspotenziale und der Volatilität verschiedener Erlöspfade. 

Aktuelle europäische Marktdaten zeigen klar, dass Batteriespeicher längst kein Nischenprodukt mehr sind, sondern sich zu einer zentralen Flexibilitätsressource entwickeln. Zugleich wird sichtbar, wie stark die Ertragsprofile zwischen Ländern und Märkten variieren – abhängig von regulatorischen Rahmenbedingungen, Marktpreisschwankungen und dem Ausbaustand erneuerbarer Energien. Für Stadtwerke und Energieversorger entsteht damit ein europäischer Orientierungsrahmen, der hilft, Standorte, Anwendungsfälle und Marktstrategien fundierter zu bewerten. 

Diesem Abschnitt liegen Daten der EERA consulting GmbH aus dem Jahr 2025 zugrunde. 

Betrachtet werden stand-alone Batteriespeicher. Konzentriert wird sich auf neue Erlösfelder und deren Erlöse, nicht jedoch auf Kostenersparnis durch zum Beispiel Peak-Shaving.11 

Aus Abbildungen 1 und 2 wird somit deutlich, dass selbst ohne Value-Stacking Ansätze, also aus reiner Vermarktung Erlöspotenziale von ~30.000 € pro Monat und MW realistisch sind. 

11 Dr. A. Pechan, 2025, Battery Beats October 2025: aFRR pushing revenues far above 2024-levels, www.eera-consulting.de 
Abbildung 2: Vergleich der potenziellen Erlöse nach Marktsegment (Quelle: EERA consulting GmbH, 2025
Abbildung 1: Erlöse eines 2-Stunden Speichers mit cross-market Strategie (Quelle: EERA consulting GmbH, 2025

Beispiel Stadtwerke Hünfeld

Die Stadtwerke Hünfeld wollten ihr Energiegeschäft zukunftssicher aufstellen, da der Gasmarkt weiterhin schrumpft. Ziel war der Aufbau eines skalierbaren Batteriespeichersystems, das den Energiehandel unterstützt, zur Netzstabilisierung beiträgt und neue Einnahmequellen erschließt – mit gleichzeitigem Mehrwert für die lokale Gemeinschaft.

Die Herausforderung


Da traditionelle Energiequellen zunehmend an Rentabilität verlieren, trafen die Stadtwerke Hünfeld eine strategische Entscheidung zur Stärkung ihrer Marktposition. Dafür wurde ein großskaliges Batteriespeichersystem benötigt, um die Netzstabilität in der Region zu unterstützen, die Resilienz des Energiesystems zu erhöhen und gleichzeitig am Energiemarkt teilzunehmen. Die erzielten Einnahmen sollten zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen in Hünfeld beitragen, darunter der Nahverkehr sowie soziale Initiativen.

Die Lösung


Die Stadtwerke Hünfeld installierten zwölf Pixii PowerBase XL Einheiten, die an drei 2,5-MVA-Mittelspannungstransformatoren an das Netz angeschlossen sind. Der Speicher wird im Energiehandel genutzt und stellt zentrale Netzdienstleistungen bereit, darunter Frequenzhaltung (FCR) und automatische Frequenzwiederherstellung (aFRR). Darüber hinaus unterstützt er den lokalen Netzbetreiber durch die Kompensation von Blindleistung.

Als kleines Stadtwerk sind wir stolz darauf, ein so großes und komplexes Projekt ohne die Unterstützung eines EPCs durchgeführt zu haben – etwas, das in unserer Branche nicht üblich ist. Dank der guten Zusammenarbeit mit Pixii haben wir jetzt ein zuverlässiges und flexibles Batteriesystem in Betrieb. Es leistet bereits einen Beitrag zum Stromnetz und positioniert uns gut für zukünftige Einnahmequellen.

Manuel Gollbach, Geschäftsführer, Stadtwerke Hünfeld

Wichtigste Vorteile

– Modulare, flexible Lösung für Netzdienstleistungen (FCR, aFRR)
– Ermöglicht Energiehandel und zusätzliche Einnahmequellen
– Skalierbarer Aufbau mit starker Netzanbindung


Das Projekt in Hünfeld war das bisher größte von Pixii und zum Zeitpunkt der Installation das größte Batteriespeichersystem in Hessen nach MWh. Es beweist die Stärke unserer Technologie und motiviert uns, noch größere Systeme zu bauen.
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Konja Wick, Vertriebsleiter Europa, Pixii

Ergebnisse: Stabilisierung des Netzes bei gleichzeitiger Generierung von Einnahmen


Das Batteriesystem stabilisiert das Netz und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von volatilen Energiepreisen – ein Faktor, der mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix immer wichtiger wird. Gesteuert über ein externes EMS ist die Lösung flexibel erweiterbar: Die Stadtwerke Hünfeld können künftig zusätzliche Systeme anschließen und damit Kapazität und Leistung bedarfsgerecht ausbauen.

Gleichzeitig entstehen neue Einnahmen, die unmittelbar der Stadt zugutekommen. Sie fließen in den öffentlichen Nahverkehr, lokale Initiativen und weitere kommunale Angebote. Sogar der Betrieb von zwei öffentlichen Schwimmbädern wird so mitfinanziert. Damit stärkt das Projekt sowohl die Energieinfrastruktur als auch die Lebensqualität vor Ort in Hünfeld.

Osthessen News - Stadtwerke Hünfeld setzen innovatives Projekt mit 20.000 kW/h Speicher, 2024, Osthessen News. Weiterlesen
Falldetails
Ziel (Ausgangslage) Die Stadtwerke Hünfeld wollten ihr Energiegeschäft zukunftssicher gestalten, da der Gasmarkt weiter rückläufig ist.
Projektziel (konkret) Dazu sollte ein skalierbares Batteriespeichersystem aufgebaut werden, das den Energiehandel ermöglicht, neue Einnahmequellen erschließt und zur Netzstabilität beiträgt. Die erzielten Einnahmen sollten zugleich zur Finanzierung kommunaler Leistungen in Hünfeld beitragen.
Industrie DSO/DNSP
Land Deutschland

Hintergrund

Die Stadtwerke Hünfeld sind das regionale Versorgungsunternehmen der Stadt Hünfeld (Deutschland). Sie versorgen die Region mit Strom, Gas und Wasser und investieren aktiv in die Energiewende.

Technische Übersicht
Lösung 12x Pixii PowerBase XL Akku-Energiespeichersystem
Kapazität 6,48 MW / 21,6 MWh
Integration Angeschlossen an 3x 2,5 MVA Mittelspannungstransformatoren
Bei der Arbeit in diesem Fall: 12x PowerBase XL, 540 kW / 2,5 MWh modularer Energiespeicher, LFP-Batterien

Welche Vorteile birgt ein BESS von Pixii? 

Da die Grundlagen und Gründe für einen Großbatteriespeicher gelegt sind, gilt es geeignete Partner zu finden, um solche Vorhaben umzusetzen. Am Markt finden sich viele Anbieter mit noch mehr Versprechen an potenzielle Kunden. Eine Bewertung dieser Versprechen fällt oft schwer. Damit dies mit Pixii nicht auch so verläuft sind im Folgenden einige der Gründe für eine produktive, zukunftsträchtige Partnerschaft dargelegt. 

Europäischer Hersteller, Deutscher Support 

Pixii ist ein europäischer Energiespeicherhersteller mit Hauptsitz in Norwegen, dessen Technologie und Produktentwicklung auf skandinavischer Ingenieurskompetenz basiert. Das Unternehmen betreibt darüber hinaus ein eigenes Deutschland‑Büro in Darmstadt, das für Vertrieb, Anlagenplanung, Lieferung, Montage und technischen Support in Europa zuständig ist. Damit verbindet Pixii norwegische Systementwicklung mit einer starken europäischen Präsenz und regionaler Nähe zu Stadtwerken und Energieversorgern.

Kernmodul Pixii-Box 

Die Pixii‑Box ist das zentrale Leistungswandlermodul aller Pixii‑Systeme. Sie fungiert als bidirektionaler AC/DC‑Wandler, der auf einer sicheren 48‑V‑Parallelarchitektur basiert und dadurch von Natur aus fehlertolerant ist. Ein wesentliches Merkmal ist, dass alle Pixii‑Produktlinien – PowerBase XL, PowerShaper XL und weitere – auf demselben Kernmodul aufbauen. Dadurch vereinheitlichen sich Ersatzteile, Wartung, Steuerung und Systemintegration.

PixiiBox-4

Die Pixii‑Box bildet somit das Fundament für ein skalierbares, multifunktionales Speichersystem, das sich ohne strukturelle Änderungen erweitern oder anpassen lässt. 

Verfügbarkeit & Produktivitätsoptimierung 

Eine hohe Verfügbarkeit ist entscheidend für stabile Erträge eines Batteriespeichers. Die modulare und hot-swappable Architektur der Pixii-Box stellt sicher, dass einzelne Komponenten im laufenden Betrieb getauscht werden können, ohne das Gesamtsystem abzuschalten. Ausfallzeiten werden so deutlich reduziert, und der Speicher bleibt auch bei Störungen produktiv. 

Für Betreiber – insbesondere Stadtwerke – bedeutet das: verlässliche Einnahmen aus Arbitrage, Peak Shaving oder netzdienlichen Diensten und geringere Betriebsrisiken. Die hohe Systemverfügbarkeit steigert daher unmittelbar die Wirtschaftlichkeit und sorgt für maximale Nutzungsstunden über das gesamte Jahr. 

Vollständige Modularität 

Die Architektur der Pixii-Box ermöglicht eine echte, feingranulare Modularität. Einzelne Module lassen sich wie Bausteine zu größeren Systemen kombinieren – von kleinen 60-kW-Einheiten bis zu mehreren Megawatt, wie im Projekt Hünfeld bewiesen. Dabei sind alle Module vorkonfiguriert, vorverkabelt und können im Werk getestet ausgeliefert werden. Diese modulare Struktur erleichtert nicht nur die Skalierung, sondern reduziert auch Planungsaufwand und technische Komplexität, da keine unterschiedlichen Invertertypen, Batterieracks oder Verkabelungsarchitekturen nötig sind. 

Hot-Swappable Architektur 

Einer der größten technologischen Unterschiede gegenüber vielen Wettbewerbern ist die Hot-Swap-Fähigkeit. Pixii-Module können im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, ohne Abschaltung des Gesamtsystems. Dadurch sinken Wartungsaufwand und Ausfallzeiten erheblich. Während zentrale Hochvolt-Inverter anderer Hersteller bei einem Fehler das komplette System ausfallen lassen können, reduziert sich bei Pixii lediglich ein kleiner Teil der Leistung. Das System behält über 99,X % Verfügbarkeit und ermöglicht ortsnahe, einfache Wartung ohne Spezialteams. 

Fokus auf Mehrfachanwendung 

Die Pixii-Box unterstützt echtes Value-Stacking: Energiehandel, FCR, aFRR, Blindleistungskompensation, Peak-Shaving und Netzstützung können parallel oder flexibel kombiniert werden. Diese Multi-Use-Fähigkeit ist nicht nur ein theoretisches Feature – reale Großprojekte wie Hünfeld zeigen, dass Pixii-Systeme bereits heute im Regelenergiemarkt präqualifizierte Dienste erbringen und gleichzeitig Handelsstrategien fahren. Die Fähigkeit, verschiedene C-Raten zu unterstützen und zahlreiche Batterietypen einzubinden, erhöht die Einsatzbreite zusätzlich. 

Erfahrung mit Großprojekten 

Pixii verfügt über einen dokumentierten Track‑Record mit mehr als 300 MW installierter Leistung weltweit und mehreren großen europäischen Projekten, darunter das größte Speichersystem Hessens in Hünfeld. Dort hat Pixii nicht nur die Technologie geliefert, sondern auch die Integration in Mittelspannung, EMS‑Anbindung und Multi‑Use‑Betriebsführung ermöglicht. Diese Ausrichtung auf DSO‑ und kommunale Anwendungen unterscheidet Pixii deutlich von Herstellern, die eher auf Container‑Großspeicher oder C&I‑Lösungen spezialisiert sind. 

Geringer On-Site-Installationsaufwand 

Pixii-Systeme sind so konzipiert, dass möglichst wenig Installation vor Ort notwendig ist. Viele Module (PowerBase XL, PowerShaper XL) werden vorverdrahtet, getestet und mit eingebauten Batterien geliefert. 

Die Inbetriebnahme erfolgt über digitale Installations-Tools. Somit sind nur minimale Verdrahtungen notwendig. Für Stadtwerke bedeutet das: schnelleres Deployment, kürzere Baustellenzeiten, weniger externe Dienstleister und niedrigere Gesamtkosten gegenüber Systemen, die erst vor Ort integriert werden müssen. 

Fazit 

Die Fallstudie zeigt deutlich, dass Batteriespeichersysteme für Stadtwerke längst über das experimentelle Stadium hinausgewachsen sind: Sie sind zu einem strategischen Infrastrukturbaustein geworden, der wirtschaftliche, operative und netztechnische Vorteile vereint. Die analysierten Erlöspfade – von Arbitrage über Regelleistung bis hin zu Peak-Shaving und Engpassmanagement – bestätigen, dass Speicher ein breites Spektrum an Einnahme- und Einsparpotenzialen erschließen, das sich gegenseitig verstärkt. Die europäische Datenlage, insbesondere die jüngsten Auswertungen von EERA Consulting, unterstreicht zudem, dass Speichermärkte reifer, transparenter und profitabler geworden sind als noch vor wenigen Jahren. Bereits heute lassen sich realistische Erlöse von rund 30.000 €/MW pro Monat allein aus der reinen Vermarktung erzielen. 

Gleichzeitig wird deutlich, dass moderne BESS-Systeme – allen voran die modularen Lösungen von Pixii – reibungslose Integration, hohe Verfügbarkeit und geringe Komplexität ermöglichen. Die Multi-Use-Fähigkeit, die hohe Betriebssicherheit und die bewiesene Praxistauglichkeit in Großprojekten wie bei den Stadtwerken Hünfeld zeigen, dass Speicher sowohl wirtschaftlich lukrativ als auch technisch zuverlässig im Netzbetrieb eingesetzt werden können. 

Die Preise für Speichertechnologie sind stabil, die Erlöspfade gut erschlossen und die Konkurrenzsituation im Markt nimmt zu. Wer früh investiert, sichert sich heute nicht nur attraktive Marktchancen und Kostenreduktionspotenziale, sondern schafft auch langfristige Resilienz und Gestaltungsspielräume im eigenen Netz. 

Batteriespeicher bieten Stadtwerken damit eine der seltenen Gelegenheiten, gleichzeitig wirtschaftlich zu profitieren, das Netz zu stabilisieren und den kommunalen Auftrag zu stärken – ein Momentum, das genutzt werden sollte, solange die Marktbedingungen so günstig sind wie heute. 

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Konja Wick, Sales Director DACH & Benelux, zeigt Ihnen im Gespräch die Vorteile des Projekts auf.